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Ihr Reiseführer für Spanien

Willkommen im Urlaubsland Spanien

 


Spanien ist ein facettenreiches Land. Einige wenige Informationen über Spanien sollen zur Einführung dienen und die Kultur Spaniens als auch das Land selber mit all seinen erlebenswerten Eigenheiten besser verständlich machen.


Spanien liegt auf der iberischen Halbinsel im Südwesten Europas. Im Nordosten an Frankreich und an Andorra, im Westen an Portugal grenzend, wird es im Süden und südöstlich vom Mittelmeer und im Norden wie nordwestlich vom Atlantik umschlossen.

 

 

Außerhalb der iberischen Halbinsel befinden sich die zu Spanien gehörenden Inseln Mallorca, Menorca und Ibiza, die als Balearen bezeichnet werden, sowie die Kanarischen Inseln und die in Nordafrika liegenden Städte Ceuta und Melilla.

 

Weniger bekannt sind die in Frankreich liegende spanische Enklave Llívia und die zu Spanien gehörenden Inseln vor der marokkanischen Küste.

Die Landschaft Spaniens ist unterschiedlich beschaffen.

 

Neben gebirgigen, trockenen gibt es grüne Regionen mit vielfältiger Vegetation. Die berühmtesten Gebirge Spaniens sind die Pyrenäen, die sich Spanien im Norden mit Frankreich und Andorra teilt, und die Sierra Nevada im Süden des Landes. Klimatisch wird man in Spanien je nach Region Unterschiede feststellen können.

 

So ist es beispielweise in Zentralspanien im Sommer sehr warm und im Winter kalt, während man zwar in den Küstengebieten mit ähnlich heißen Sommermonaten rechnen muss, aber davon ausgehen kann, dass es im Winter recht mild bleibt.


Spanien zählt ungefähr 45 Millionen Einwohner und ist mit einer Fläche von über 500.000 km² eines der größten Länder der Europäischen Union. Politisch betrachtet ist das Land eine parlamentarische Monarchie, wobei dem König eher repräsentative Aufgaben zukommen.

 

Hauptstadt und Regierungssitz ist die Stadt Madrid. In siebzehn autonome Regionen und die zwei bereits erwähnten Städte Ceuta und Melilla unterteilt, kann Spanien als föderalistischer Staat bezeichnet werden. Die verschiedenen Regionen sind Andalusien, Aragonien, Asturien, die Balearischen Inseln, das Baskenland, die Extremadura, Galicien, die Kanarischen Inseln, Kantabrien, Kastilien-La Mancha, Kastilien-Leon, Katalonien, La Rioja, Madrid, Murcia, Navarra und Valencia. Die größten Städte Spaniens sind nach Einwohnerzahl geordnet Madrid (über drei Millionen), Barcelona (rund anderthalb Millionen), Valencia (ungefähr eine Million) und Sevilla (mit über siebenhunderttausend Einwohnern).

 

Amtssprache in ganz Spanien ist Spanisch. In Einigen Regionen jedoch wird neben Spanisch eine weitere Sprache anerkannt. In Katalonien wird man beispielsweise Schilder in Katalanisch und Spanisch finden. Im Baskenland legt man auf das Baskische sehr viel Wert und in Galicien auf das Galicische. Diese Besonderheit Spaniens ist auf die weitgehende autonome Stellung der Regionen und deren Eigenständigkeitsgefühl zurückzuführen.

 

Auf der anderen Seite führt der regionale Drang nach Autonomie immer wieder zu Konflikten in der spanischen Politik. Die baskische Terror-Organisation E.T.A. versucht sogar durch Anschläge die Unabhängigkeit der als baskisch beanspruchten Gebiete zu erpressen.


Spanien blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Befreit von der römischen und arabischen Fremdherrschaft, entwickelte sich Spanien zu einem Weltreich, das schließlich aber zerbrach. Erst nach einer langen Zeit politischer Instabilität und wechselnder Staatsformen entstand der heutige Mitgliedsstaat der Europäischen Union:


In der Antike war Spanien ein Zankapfel zwischen vielen Völkern. Als erstes Volk siedelten sich wahrscheinlich die Iberer, nach denen die Halbinsel benannt ist, im heutigen Spanien an. Sie vermischten sich bald mit den einwandernden Kelten zu den sogenannten Keltiberern.

 

Zuvor hatten bereits phönizische Seefahrer ihre ersten Siedlungen auf der Halbinsel gegründet. Die Städte Cadíz und Cartagena gehen beispielsweise auf die Karthager zurück. Auch die Griechen legten bald ihre ersten Siedlungen auf der iberischen Halbinsel an. In den punischen Kriegen verlor Karthago seine iberischen Siedlungen an die Römer, die in den folgenden Jahrhunderten unter blutigen Kämpfen die Macht über Hispania, wie die Römer die iberische Halbinsel nannten, erlangen sollten.


Nachdem das römische Reich untergegangen war, beherrschten die Westgoten für eine kurze Zeit das Land, bis schließlich 711 n. Chr. die Mauren in Spanien eindrangen und sich dort für die folgenden Jahrhunderte vor allem im Süden festsetzten. Der Name der heutigen Region Andalusien ist auf die damalige Bezeichnung Al-Andalus zurückzuführen, mit der man die von den Arabern besetzten Gebiete bezeichnete.

 

In der sogenannten Reconquista, die mehrere Jahrhunderte lang dauerte, eroberten die katholischen Könige schrittweise die Gebiete, die unter maurischer Herrschaft standen, zurück. Erst 1492 wurde die letzte maurische Festung, Granada, eingenommen.

 

Im gleichen Jahr entdeckte der unter spanischer Krone reisende Christopher Kolumbus Amerika. Spanien entwickelte sich nun zum Weltreich, das infolge der problematischen Wirtschaftslage Spaniens im 18. und 19. Jahrhundert zerbrach.


Zur Zeit Napoleons geriet auch Spanien unter die Herrschaft Frankreich. Berühmt geworden sind die spanischen Guerillakämpfer, die den französischen Truppen erbitterten Widerstand leisteten. Nachdem Napoleons Herrschaft über Europa beendet war und sich auch Spanien 1813 von der Fremdherrschaft befreit hatte, folgte eine politisch instabile Zeit, in der zwar Spanien 1873 zum ersten Mal für kurze Zeit Republik wurde, aber zugleich endgültig mit dem Verlust seiner meisten Kolonien die ehemalige Weltmachtstellung einbüßte.


Einer der wohl folgenschwersten Einschnitte in der Geschichte Spaniens war der spanische Bürgerkrieg in den Jahren 1935-1939, in dem sich die Faschisten unter Franco durchsetzten und Spanien zum zweiten Mal in seiner Geschichte nach 1923 Diktatur wurde. 1975 erst wurde der damalige Prinz Juan Carlos durch die Anhänger Francos zum König ernannt.

 

Er sollte das System, das Franco während seiner Herrschaft aufgebaut hatte, weiterführen, jedoch veränderte sich durch ihn Spanien in den folgenden Jahren langsam zu einer parlamentarischen Monarchie.


Dass Spanien seit 1986 Mitglied der Europäischen Gemeinschaft ist und man in Spanien seit 2002, wie in den meisten Staaten der EU, mit dem Euro bezahlt, zeigt, dass Spanien heute, obwohl es bis Mitte der siebziger eine Militärdiktatur war, einen festen Platz in Europa hat.

Kulturell gesehen, bietet Spanien eine nicht zuletzt auch auf seine bewegte Geschichte zurückzuführende Vielfalt wie kaum ein zweites Land in Europa.
Architektonische Meisterwerke aus der Zeit der maurischen Fremdherrschaft, wie die Alhambra in Granada beispielweise, sind im Süden des Landes zu besichtigen. Daneben gibt es in vielen Städten historische Bauwerke zu sehen. Wer moderne Architektur bevorzugt, wird in Spanien auch fündig.

 

Die modernen Bauwerke Valencias sind z.B. ein beliebtes Besucherziel.
Spanien hat viele weltberühmte Künstler hervorgebracht. Für den spanischen Hof malten unter anderem El Greco, Velázquez und Goya, deren Bilder in Prado-Museum in Madrid zu sehen sind. Beispiele für äußerst bekannte moderne Künstler, deren Heimat Spanien gewesen ist, sind Pablo Picasso und Salvador Dalí. Picasso kam ursprünglich aus Málaga, später studierte er in Barcelona und stieg schließlich in der damaligen Welthauptstadt Paris zum wohl berühmtesten Maler der Moderne auf.

 

 

Dalí stammt aus der Nähe Barcelonas. Besonders bekannt ist der surrealistische Künstler für seinen Hang zur Selbstdarstellung und seiner offen zur Schau gestellten Gier nach Reichtum. Sein wohl berühmtestes Gemälde sind „die weichen Uhren“. Weniger bekannt, aber trotzdem erwähnenswert, ist der ebenfalls surrealistische Künstler Joan Miró. Allen dreien sind ausgezeichnete Museen in Spanien gewidmet.


Auch große Literaten kamen aus Spanien. Calderón und Lope de Vega sind als die wichtigsten spanischen Dramatiker von Weltruhm zu nennen. Bekannt für sein Drama „Bluthochzeit“ ist García Lorca. Er prägte maßgeblich die spanische Literatur der Moderne. Der sicherlich berühmteste Roman in spanischer Sprache ist "Don Quijote", der von Miguel de Cervantes y Saavedra verfasst wurde.


Der spanische Film ist von jeher berühmt. Die Filme von Luis Buñuel sind heute Kultfilme. Auch Almódovar, einer der bekanntesten spanischen Regisseure der Gegenwart, drehte Filme, die international bekannt wurden, wie z.B. Volver mit der Schauspielerin Penélope Cruz.


In Sachen Sport hat Spanien auch einiges zu bieten. Jährlich findet in Spanien das berühmte Radrennen „Vuelta a España“ statt. Sicherlich am bekanntesten ist Spanien im Ausland für seine international erfolgreichen Fußballmannschaften. Sowohl Real Madrid als auch der FC Barcelona spielen schon seit einigen Jahren in der europäischen Spitze mit.

 







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