Startseite Impressum

Ihr Reiseführer für Spanien

Der Jakobsweg - ein Stück Selbstfindung


Wer sich von Saint-Jean-Pied-de-Port aus aufmacht zum Grab des Apostel Jakobus in Santiago de Compostela zu pilgern, den erwarten Landschaften wie sie gegensätzlicher kaum sein könnten. Von den Pyrenäen aus führt der Weg durch die Weinbaugebiete Navarra und Rioja, durch weite, flache Landstriche der trockenen spanischen Hochebene, bis hin zur „spanischen Schweiz“ in Galicien.

Der Weg führt einen zur romanischen Kirche Santa María de Eunate, einer der berühmtesten Bauten des Jakobsweges. Die Kirche besitzt einen oktogonen Grundriss mit einer außen Pentagonen und innen halbkreisförmigen Apsis. Kunstvolle Arkaden und Portale schmücken die mit alabasternen Fenstern versehene Kirche, die außen von Arkaden umgeben ist.

Das am Fluss Urrobi gelegene Roncesvalles befindet sich auf rund 1000 Metern Höhe. Die historischen Geschehnisse an diesem Ort gelten als die Wiege des Rolandsliedes. Weiterhin gibt es hier ein aus dem Jahre 1132 stammendes Augustinerkloster, welches seit jeher einen bedeutenden Haltepunkt des Jakobsweges darstellt.

 



Zwischen Navarras und Rioja gelangt man nach Estella. Der im Stadtzentrum gelegene romanische Palast der Könige von Navarra wurde im 12. Jahrhundert errichtet und später im 17. Jahrhundert nochmals erweitert. Die Fassade schmücken religiöse, sowie sagenhafte Motive–wie beispielsweise Rolands Kampf gegen den Riesen.

 

Ebenfalls im Stadtzentrum befindet sich die Kirche Iglesia de San Pedro de la Rúa. Der Kreuzgang der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kirche soll die meisten Figuren unter den romanischen Bauwerken ganz Navarras beherbergen.

Die erste größere Ortschaft auf dem Jakobsweg ist Logroño. Als Pilger gelangt man über eine alte Steinbrücke in die Stadt und folgt dem Symbol der Jakobsmuschel zur Herberge. Wer in Logroño Station macht, sollte sich die Ende des 13. Jahrhunderts errichtete Kirche San Bartolomé anschauen und –nicht zuletzt – die Kathedrale Santa María de la Redonda.

 

Weithin bekannt ist die Silhouette der barocken Zwillingstürme der Kathedrale. Als Wahrzeichen der Stadt gilt die Kirche Santa María de Palacio mit ihrem gotischen Turm in Form einer Pyramide.

Burgos –als erste große Stadt auf dem Weg des Jakobus– hält für seine Besucher eine prachtvolle, gotische Kathedrale bereit die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Hier wurde der spanische Nationalheld Rodrigo Díaz de Vivar –besser bekannt als El Cid- mit seiner Gemahlin bestattet. Durch den prachtvollen Arco de Santa Maria -ein Torbogen geschmückt mit kunstvollen Figuren– gelangt man in die Altstadt von Burgos.

Der Weg von Burgos führt nun weiter in Richtung Leon über die spanische Hochebene. Des Sommers kann dieser Streckenabschnitt auf Grund teilweise extremer Temperaturen äußerst beschwerlich werden–und doch sollte man diese Strapazen auf sich nehmen. Schließlich befindet man sich nicht nur auf dem Weg zum Grabe des heiligen Jakobus, sondern auch auf einer Reise zu sich selbst.

Die nächste große Stadt auf dem Weg ist Leon, deren Marktplatz von einer prächtigen, gotischen Kathedrale beherrscht wird und deren Basilika San Isidoro man sich keines Falls entgehen lassen sollte.

Begibt man sich weiter des Weges so erwartet einen Galicien–die spanische Schweiz. Diese Region ist nicht nur berühmt für eine einzigartige Landschaft, sondern auch für ihr Hostienwunder, das sich im Jahre 1300 zugetragen haben soll.

 



Unweit von Pontferrada, wo man die Templer-Burg –oder das was davon übrig blieb– besichtigen kann, liegen etwas abseits des Jakobsweges die Las Médulas. Die zum UNESCO Weltkulturerbe erklärten Goldminen aus römischer Zeit hinterließen ein einmaliges Zeugnis antiker Abbautechniken. Teile eines einst über 100 Kilometer langen Kanalsystems -um Wasser für das Auswaschen heran zu schaffen– sind noch erhalten.

Gelangt man nach Astorga stößt man neben der Kathedrale auf ein von Gaudi erschaffenes Märchenschloss, das -ehemals Bischofspalast- heute das Jakobswegmuseum beherbergt.

In Santiago angekommen, erwartet einen das Ziel aller Mühen: der Jakob in der Kathedrale von Santiago de Compostela, gleich unterhalb in der Krypta ruht der Heilige Jakob.

Wandert man von Santiago aus noch ein Stück weiter, so gelangt man ans „Ende der Welt“ - zum Meer in Finisterre.







© Spanien Reiseführer - Das Land der Sonne! | spr1 | spr2 | spr3 | spr4