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Die Region Galicien
Galicien ist eine landschaftlich und kulturell einzigartige Region im Nordwesten von Spanien. Direkt am Atlantik gelegen, besticht die größtenteils ländliche Region durch ihre Mischung von Wasser, Bergen und sattem Grün.
Landschaft
Geprägt ist die Region Galicien vor allem durch den Atlantik und die so genannten Rías. Bei den Rías handelt es sich um Flussmündungen, in die das Meer eingeflossen ist und die die gesamte Region durchziehen. Man unterscheidet zwischen den eher flachen Rías Baixas (oder auf Spanisch: Rías Bajas) und den Rías Altas, die für den Norden Galiciens typisch sind. Die Rías prägen die gesamte Küste Galiciens, die in der Nähe der Rías Baixas eher flach abfällt, während sie in der Region der Rías Altas vor allem aus Steilküsten besteht.
Neben den Rías prägen vor allem Berge und Wälder die galizische Landschaft. Das satte Grün der Hügel und Bergketten in Verbindung mit der teils rauen Küste des Atlantiks macht den besonderen Charme der Region aus.
Klima
Das Klima in Galicien ist, geprägt vom Atlantik, eher feucht, aber mild. Zu den Monaten mit dem geringsten Niederschlag zählen vor allem die Sommermonate, insbesondere der August.
Einheimische
Die Galicier sind ein etwas eigenes, dabei aber außergewöhnlich nettes Völkchen. Im Gegensatz zu den feurigen Spaniern, die man aus dem Süden des Landes kennt, sind die Galicier auf den ersten Blick eher ruhig und zurückhaltend. Wenn man sie aber etwas näher kennen lernt, wird man feststellen, dass sie extrem gesellig, gastfreundlich und hilfsbereit sind. Obwohl die Galicier nicht Spanisch, sondern Galicisch als Muttersprache haben, kommt man auch mit der spanischen Sprache sehr gut zurecht. Mit Englisch und Deutsch kann die Verständigung allerdings besonders in den ländlichen Gebieten schwierig werden.
Hauptstadt
Die Hauptstadt von Galicien ist Santiago de Compostela, die berühmte Pilgerstadt. Eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die Kathedrale, ein majestätischer Bau in der Altstadt. Sie beherbergt die Gebeine des Apostels Jakobus. Auch die restliche Altstadt von Santiago de Compostela ist sehenswert. Sie gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Zu den belebtesten Gassen der Altstadt zählt die Rúa de Franco, in der man in einem Straßencafé oder einem der Restaurants das Treiben in der Altstadt beobachten kann.
Einen besonders schönen Blick auf die Altstadt bietet der "Parque da Ferradura", von dem aus man auch die Vorderseite der Kathedrale bestaunen kann.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Wer nach Galicien kommt, sollte sich auf keinen Fall das Cabo Fisterra (span. Cabo de Finisterre) entgehen lassen. Dieses so genannte "Ende der Welt" liegt ganz im Westen von Galicien, ca. 60 km von der Hauptstadt Santiago de Compostela entfernt.
Auch der Herkulesturm in A Coruña (span. La Coruña) ist eine Besichtigung wert, wie übrigens die gesamte Stadt. Der Herkulesturm, ein ca. 200 Meter hoher römischer Leuchtturm, ist das Wahrzeichen von A Coruña. Besucher der Stadt sollten auch einen Blick auf die einzigartige Architektur von A Coruña werfen, die mit ihren ausladenden Glasfronten einen wunderschönen Anblick bietet.
Kulinarisches
Kulinarisch hat Galicien besonders im Bereich der Meeresfrüchte viel zu bieten. Zu den besonderen Spezialitäten gehört der Pulpo cocido (gekochter Tintentfisch). Auch die vielen verschiedenen Arten von Muscheln sollte man unbedingt probieren, genauso wie die Empanada, ein Gebäck, das es mit verschiedenen Füllungen gibt (erhältlich in jeder Bäckerei).
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