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Katalonien - Region mit eigener Sprache und eigenem Reiz
Katalonien – im Jahre 2007 Partnerregion der Frankfurter Buchmesse. Und alle dort ausgestellten Bücher sind in katalanischer Sprache verfasst. Kein einziges spanisches Wort präsentiert diese geschichts- und kulturträchtige Region auf der bedeutendsten Buchmesse der Welt. Jahrelang in der Franco-Diktatur unterdrückt, ist in der Zeit danach Katalonien immer mehr zu seinen Wurzeln zurückgekehrt – und dazu gehört auch die eigene Sprache, deren Verbreitungsgebiet auch die Balearen umfasst.
Eine der großen Metropolen Europas ist Kataloniens Hauptstadt Barcelona, Urlaubsgebiete findet man an der Küste des Mittelmeers, mit der Costa Brava und den Stränden südlich von Barcelona. Doch Katalonien sind auch die Berge der Pyrenäen im Norden, das ist auch Montserrat, die erloschenen Vulkane von Garrotxa und das flache Land im Zentrum der Region. Im Süden der Costa Brava beginnt die so genannte „goldene Küste“, die bis Tarragona reicht. Strände wie auf Postkarten findet man hier und solch interessante Städte, wie Arenys del Mar, Sitges oder Castelldefels.
Das Klima Kataloniens ist etwas milder als das mitteleuropäische. Die Wassertemperaturen jedoch sind selbst um Pfingsten herum zum Baden oft zu kalt. Die kalten Winde, die von den Pyrenäen über die Küste fallen, tragen dazu bei. In Girona wurden schon einmal 13 Grad Minus gemessen, und selbst in Barcelona gab es schon zehn Grad unter Null. Im Frühling ist die Region ein wunderbares Wandergebiet, im Sommer dagegen, ohne diese Winde, ein wahres Bade- und Tauchparadies.
Katalonien und vor allem Barcelona haben sich zu den beliebtesten Reisezielen in Europa entwickelt, denn nirgendwo hat man es besser verstanden, die Schönheiten der Natur, die historischen, zum Teil sehr alten Monumente mit moderner Kunst und Architektur zu vereinen. Ein Beispiel ist die eigenwillige Architektur Gaudis in Barcelona.
Doch Katalonien hat noch viel mehr vorzuweisen: zum Beispiel Girona im Norden. Man darf diese kleine Stadt nicht unterschätzen. In Girona existieren noch Kulturdenkmäler aus einer Zeit, in der die kulturellen Auseinandersetzungen zwischen Okzident und Orient ihren Höhepunkt erreichten. Es ist eine wunderbare historische Stadt, mit einem alten Jüdischen Viertel und einem tollen Museum mit Exponaten von Dali. Ein solches kann man auch in Figueres, dem Geburtsort des großen Malers, besuchen.
Es sind aber nicht nur die großen Dinge, die Katalonien so interessant machen. Es sind auch die Menschen mit einer völlig eigenen Mentalität. Wer einmal früh aufsteht, der sollte nach Palamós fahren und dort die Fischbörse besuchen, die sich direkt am Hafen befindet. Allerdings können in Palamós nur eingeschriebene Händler Fische ersteigern. Die Fische werden nach Arten sortiert in Kisten angeboten. Hier erlebt man Katalanen in einer Lautstärke, die man sonst nur im Stadion des CF Barcelona erlebt. Man versteht kein Wort, man erkennt das System der Versteigerung nicht, aber es ist ein echtes Erlebnis.
Was aber wäre Katalonien ohne seine landestypische Küche: in der Tat nur die Hälfte wert. Man bekommt in den Bars Tapas von einer Qualität und Auswahl wie sonst nirgends, in den Fischrestaurants lernt man Zubereitungsarten kennen, die im Rest Spaniens unbekannt sind, und man muss selbstverständlich die berühmte traditionelle Katalanische Creme probieren.
Wer sich die Zeit und die Muße nimmt einige Wochen durch Katalonien zu fahren, der wird eine Region entdecken, die einmalig in ihrer Identität und ihrer Vielfalt ist.
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