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Iberisches Gebirge


Das Iberische Gebirge umfasst eine imposante Gesamtfläche von ca. 40.000 Quadratkilometern und erstreckt sich von Nordwesten in südöstliche Richtung. Die Spanier nennen es Sistema Ibérico. Das Gebirgssystem mit seiner interessanten Flora und Fauna ist ein touristischer Anziehungspunkt. Naturfreunde, Bergsteiger Wanderer und Skifahrer fühlen sich gleichermaßen von dieser Region Spaniens angezogen.


Das Gebirgssystem formt den hohen Ostrand im zentralen Tafelland. Gleichzeitig ist es auch die Hauptwasserscheide zwischen dem Atlantik und dem Mittelmeer auf der iberischen Halbinsel.


Das Iberische Gebirge zählt zu den waldreichsten Regionen Spaniens, einen Großteil des Baumbewuchses machen die immergrünen Steineichen aus. Zum Teil wurden einige Areale mit Rotkieferwäldern wiederaufgeforstet, denn die Holzwirtschaft stellt einen nicht unerheblichen Wirtschaftszweig in dieser Region dar. Des weiteren werden hier Bewässerungsfeldbau betrieben, Ölbaumhaine angebaut und Rohstoffe wie Erze, Stein- und Braunkohle abgebaut.

 

 


Geologisch gesehen gehört das Iberische Gebirge zu einem großen Teil der Juraformation an und besteht wohl auch aus noch älteren Tertiärbildungen. Häufige Gesteinssorten sind hier Sandstein und Marmor, in den größeren Talabschnitten sind Tertiärlager vorhanden.

 

Die Parameras im mittleren Teil des Gebirgszuges sind von charakteristischer Form, ebenso der südliche Teil mit den so genannten "Muelas" (Mühlsteinen), den isoliert liegenden, schroff abfallenden wie abgestutzt wirkenden Felskegeln.


Das Iberische Gebirge ist eine Zusammensetzung aus verschiedenen Berggruppen, Gebirgsketten und unterschiedlichen Hochebenen mit verschiedener Vegetation.
Man unterteilt es in die altkastilische Kette, das südaragonische Hochland und das südvalencische Bergland.


Zur altkastilischen Kette, die sich am rechten Ufer des Ebro befindet gehören die 2305 Meter hohe Sierra Demenda, die Gruppe des Pico de Urbion mit 2.252 Metern Höhe, der 2.176 Meter hohe Cebollera sowie der Sierra del Moncayo mit einer maximalen Gipfelhöhe von 2.349 Metern.

Die Kette setzt sich fort im südaragonischen Hochland, das sich südlich vom Jalón anhebt mit der Sierra de Cucalón und den weiteren nach Südosten gerichteten, markanten Gebirgszügen wie der Serrania de Cuenca, Sierra de Albarracin, der 1.770 Meter hohen Sierra Gudar, der 2.002 Meter hohen Sierra de Javalambre und der 1.813 Meter hohen Gruppe Peña Golosa.


Bei den Quellen von Guadalaviar und Alfambra weitet sich das Hochland aus zu der markanten, weitveräderten Berglandschaft, die über die aragonische Provinz Teruel auch in die Provinz Cuenca übergreift, wo die Serranía de Cuenca ihren Ursprung hat.

 

 


Das südaragonische Hochland reicht bis in die valencianische Provinz Castellón, wo es zum Meer hin abfällt. In nördliche Richtung geht es bis zur Mündung des Ebro-Flusses und setzt sich fort in der katalanischen Bergstraße.
Das südaragonische Hochland wirkt wie ein von den verschiedenen Tälern und Gewässern durchfurchtes, Weitausgedehntes Plateau.

Das südvalenianische Bergland wird vom Jucár in zwei Hälften geteilt und befindet sich zwischen dem Unterlauf des Guadalaviar und des Sugura.
Die beiden Hälften bestehen aus verschiedenen Tälern, die teilweise parallel verlaufen und mehr oder weniger zusammenhängend sind oder durch Gebirgsmauern unterteilt werden.

 

Zum südvanencischen Bergland zählen die Sierra Martes, Sierra Grosa, Sierra Enguera sowie die Sierra de las Cabres, die zur Küste hin verlaufen und meist als schroffe Felsenkaps enden. Höchste Erhebung dieses Gebietes ist der Moncabrer mit 1.386 Metern.

 







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