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Lanzarote - die Eigenwillige


Lanzarote ist diejenige kanarische Insel, die Europa am nächsten liegt. Und doch betritt der Reisende hier scheinbar eine verwunschene Welt. Feuerberge und erstarrte Lavaströme im Timanfaya-Nationalpark lassen die Urgewalten der Erde erahnen.

 

Im Restaurant El Diablo wird gegrillter Fisch aus Teufels Küche, pardon vom Vulkangrill, serviert. Schon in geringer Tiefe entzündet die Hitze des Erdreichs trockenes Stroh. Da, wo die glühenden Lavaströme einst auf das Meer trafen, brechen die Wellen an den dunklen Klippen und die Brandung donnert weiß schäumend empor.

Die Bewohner der Insel wissen die Besonderheiten des vulkanischen Bodens zu nutzen. Oft noch in Handarbeit werden Tomaten, Zwiebeln und Süßkartoffeln gezogen. In der Region um Uga und La Geria wird der Malvasier, ein aromatischer Dessertwein angebaut. Gemütliche Bodegas laden zur Weinprobe ein.

 



Lanzarote ist eine Insel für Reisende, die das Besondere lieben, eine Insel der Farben und Formen. Dies erkannte auch der Künstler Cesar Manrique. Er bewahrte die Insel vor Verunstaltungen durch unbedachte Hotelburgen und trug entscheidend zum Erhalt der traditionellen Bauweise bei. Strahlend weiß, mit grünen oder blauen Fensterrahmen liegen die Häuser in die lieblichen Landschaften des Landesinneren eingebettet.

 

Yaiza gilt als eines der schönsten Dörfer der Insel. Haria liegt malerisch im Tal der tausend Palmen. In kleinen Restaurants kann man Gofio, die traditionelle Speise der Urbevölkerung, probieren.

Obwohl die Insel mit knapp 800 km² nicht groß ist, findet der Reisende viel Sehenswertes. Etwa das hübsche Städtchen Teguise, den beeindruckenden Kakteengarten in Guatiza, oder die Kapelle Las Nieves, die als Wallfahrtsort dient.

 

Der Aussichtspunkt Mirador del Rio gewährt einen bezaubernden Ausblick auf La Graciosa, die kleine, vom Tourismus kaum erschlossene Nachbarinsel Lanzarotes. Von besonderem Reiz ist El Golfo, ein Lagunensee, der in einem zum Meer hin aufgebrochenen Kraterkessel liegt.

 

Der See ist so grün wie der Olivin, ein Edelstein, den man hier mit etwas Glück finden kann und der zu Schmuck verarbeitet vielfach als Souvenir verkauft wird.
Schwarzer Sand kennzeichnet die typischen Naturstrände Lanzarotes. In den Ferienorten wurden jedoch auch weiße Strände angelegt.

Es gibt auf der Insel drei große Touristenzentren mit ausgezeichneter Infrastruktur. Playa Blanca und Puerto del Carmen liegen im Süden der Insel. Beide Orte haben schöne Strände, zahlreiche Unterhaltungs- und Sportmöglichkeiten und ein lebhaftes Nachtleben.

 

 

 

Etwas ruhiger geht es in Costa Teguise zu, einem Ort, der im Südosten der Insel liegt. Auch hier gibt es mehrere auch bei den Einheimischen beliebte Sandstrände.

Die Papagayo-Strände gelten als die schönsten Strände der Insel Lanzarote. Kleine Buchten laden zum Baden im kristallklaren Wasser ein. Von Playa Blanca aus sind die Papagayo-Strände mit dem Auto über eine Hoppelpiste zu erreichen. Ebenfalls von Playa Blanca aus kann man mit der Fähre Tagesausflüge zur Nachbarinsel Fuerteventura unternehmen.

Die Famara-Steilküste im Norden der Insel zieht wegen der günstigen Windbedingungen vor allem Wassersportler und Segelflieger an.

Das Klima Lanzarotes ist wie auf allen kanarischen Inseln ganzjährig mild und angenehm.







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