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Das Kantabrische Gebirge


Das Kantabrische Gebirge ist ein Höhenzug im Norden der Iberischen Halbinsel.


Er erstreckt sich von den Ausläufern der Pyrenäen etwa 500 Kilometer westwärts bis in die nordwestspanische Provinz Galicien. Dabei durchquert er von Ost nach West die autonomen Regionen Navarra und Baskenland, die Provinzen Kantabrien, Kastilien-Leon und Asturien.

 

Dabei erreicht es Höhen von über 2.600 Meter über dem Meeresspiegel. In dem ganz aus Kalk bestehenden Massiv des Picos de Europa+ (Gipfel Europas) erhebt sich der 2.648 Meter hohe Torre de Cerredo, der zugleich auch der höchste Berg des Gebirges ist.

 

 


Das Kantabrische Gebirge ist außerdem eine Klimascheide. Nördlich dieses Gebirgszugs liegt die gemäßigte Nordseite Spaniens mit grüner Vegetation und angenehmeren Klima. Dieser Teil des Landes wird deshalb auch als Espana Verde (Grünes Spanien) bezeichnet. Südlich dagegen dehnt sich der weitaus größere Mittel- und Südteil Spaniens aus. Er wird zu großen Teilen von der sogenannten Kastilischen Hochebene eingenommen, welche sich durch raueres Klima auszeichnet. Dort ist es noch wärmer und vor allem trockener.

 

Dieser Teil wird von den Einheimischen häufig Meseta genannt.
Im frühem Mittelalter war die Gegend mit dem nördlich liegenden Küstengebiet dicht besiedelt. Denn als die Mauren im 8. Jahrhundert die Iberische Halbinsel überrannten, so gelang es ihnen nicht, die Berge des Kantabrischen Gebirges zu überwinden. In der Nähe des im Gebirge liegenden Ortes Covadonga errangen im Jahr 722 die christlichen Truppen schließlich den ersten Sieg über die Mauren und läuteten so die Reconquisita (Rückeroberung) ein.

 

Da dem Kommandeur der christlichen Armee damals die Gottesmutter Maria erschienen sein soll und sogar direkt in die Kampfhandlungen eingegriffen haben soll, wurde dieser Ort zu einem Wallfahrtsort. Das alte Kloster, die prachtvolle Basilika, sowie die Grotte der Jungfrau von Covadonga sind bis zum heutigen Tage Anziehungspunkt für viele Touristen aus ganz Europa und Pilger auf den Weg nach Santiago de Compostela.

 

Seit Jahrhunderten führt der berühmte Jakobsweg durch dieses Gebirge. Der Endpunkt dieses weltbekannten Pilgerweges liegt im nicht weit entfernten Santiago de Compostela, welches sich in der spanischen Provinz Galicien befindet.

 

 


Doch auch für Naturfreunde ist das Kantabrische Gebirge ein sehr lohnenswertes Reiseziel. Die Naturparks Picos de Europa, Covadonga und Somiedo beherbergen eine Vielzahl von seltenen Pflanzen und Tieren. So befindet sich im Parque Natural de Somiedo eine große Braunbärenkolonie. Zudem ist dieser Naturpark auch Heimat von Wildschweinen, Gämsen und anderen selten gewordenen Tieren. Zudem ist dieses Gebiet auch Rückzugsgebiet für eine beachtliche Population an Wölfen.


Im Naturpark Picos de Europa trifft man in verschwiegenen Bergwäldern mit etwas Glück auf den Auerhahn und in den darüberliegenden Felsregionen nisten seltene Greifvögel wie Steinadler, Kaiseradler oder Bartgeier.
Des Weiteren ist das Kantabrische Gebirge bei Wanderer wie Bergsteiger sehr beliebt. Die schroffen, steil aufragenden Felsformationen, die grandiose Landschaft mit einer reichhaltigen Fauna und Flora, sowie die vielen historischen Bauwerke machen es zu einem abwechslungsreichen und einzigartig unvergesslichen Urlaubserlebnis.

 







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