Picos de Europa
Nordspanien ist einerseits geprägt vom Golf von Biskaya und seinem Umland, andererseits auch von seiner Gebirgslandschaft: Dazu zählt das „Cordillera Cantábrica“, das kantabrische Gebirge, an welchem die Autonomen Regionen Asturien, Kastilien-León und Kantabrien Anteil haben.
Zu diesem Gebirge gehört ein Kalkstein-Massiv mit dem Namen „Picos de Europa“, zu deutsch „Gipfel Europas“. Drei Teilmassive geben dem Faltengebirge sein typisches Äußeres, westlich das „Macizo de El Cornión“, in der Mitte „Macizo de Los Urrieles“ und schließlich östlich „Macizo de Andara“ oder „Macizo de oriental“. Aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum Meer, die Entfernung beträgt nur etwa 20 km ist die Gegend für Urlauber sehr reizvoll.
Jeden Tag kann man sich aufs Neue entscheiden, wo man sich aufhalten möchte, sei es ein Ausflug zum Meer oder eine Wanderung in den Bergen.
Interessant sowohl für Geologen aber auch für Bergsteiger ist seine Geschichte:
Entstanden ist das Gebirge in der Zeit des Karbons, als die iberische Halbinsel mit der afrikanischen Platte zusammenstieß.
Beeindruckend ist sein gesamtes Äußeres. Aufgrund von Flüssen und Gebirgsbächen, die sich einen Weg durch den Berg suchten, sind interessante Schluchten entstanden.
Gewaltig ist der Anblick von unten auf das Gebirge, etwa 200 Gipfel überschreiten die 2000 m-Marke. Der höchste Gipfel mit einer Höhe von 2648 m ist der „Torre de Cerredo“. Des weiteren ragen „Morra de Lechugales“ (2441m), „Pica del Jierru“ oder „El Evangelista“ (2426m), „Pico Tesorero (2570m)“, „Silla Caballo“ (2438m), „Samelar“ (2227m), „Torre Santa de Castilla (2596 m), Torre de Santa María (2478m), Torrecerredo (2648m), Llambrión (2642m), „Pico Urriellu“ (2519m) und viele andere in die Lüfte.
Zahlreiche Wanderwege auch in niedrigeren Regionen sind gut beschildert und zugänglich. Ob für einen Spaziergang oder für eine ganze Tagestour: unzählige Möglichkeiten bietet dieses Gebirge. Dazu kann man die reine Bergluft und den herrlichen Ausblick , ins Tal oder aufs Meer, genießen.
Informationen über geführte Bergwanderungen sind in den Informationszentren der anliegenden größeren Orte erhältlich. Auch geübte Bergsteiger werden sich hier wohl fühlen: Bewaffnet mit Seilen und Steigfellen kann man die Gipfel erklimmen. Da das Klima durch eine hohe Luftfeuchtigkeit geprägt ist, sollte diese in die Planung mit einbezogen werden.
Seit 1995 existiert der Nationalpark „Picos de Europa“, mit einer Fläche von 64.660 Hektar der größte seiner Art in Spanien. Er ist frei zugänglich, das ganze Jahr über. Die ebenfalls ganzjährig geöffneten Besucherzentren informieren auf eine ansprechende Weise über Flora, Fauna, Geschichte und Wanderwege der Region.
Sie sind in „Buferrera“, „Cangas de Onis“ und „Posada de Valdeón“ zu finden. Besonders für Familien wird ein Besuch hier zu einem spannenden Abenteuer. Besonders umfassend wird auch über das dortige Biosphärenreservat und seine Bedeutung für den Naturschutz informiert. Es wurde im Jahr 2003 sogar in die MAB-Liste der UNESCO aufgenommen.
Trotz seiner zentralen Lage in Nordspanien ist das „Picos de Europa“ sowohl für Spanier selber wie auch für Gäste aus dem Ausland ein Geheimtipp. So kann zu einem Urlaub und der ein oder anderen Bergwanderung – weit entfernt von großen Touristenstömen- nur geraten werden.
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