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Das Gebirge Sierra Nevada

 

Die Sierra Nevada ist ein in Südspanien liegender Gebirgszug. Es erstreckt sich von Ost nach West direkt am Mittelmeer durch die spanischen Provinzen Almeria und Granada.

 

In der Nähe der Stadt Almeria reichen die Berghänge teilweise direkt in das Mittelmeer hinein. Die Sierra Nevada ist das höchste Gebirge auf der gesamten Iberischen Halbinsel und im Mulhacen erreicht es eine Höhe von 3.482 Meter über dem Meeresspiegel.

 

Das Gebirge Sierra Nevada

 

Der Mulhacen ist somit der höchste Berg Spaniens.
Von November bis Mai sind die hohen Gipfel der Sierra Nevada schneebedeckt.
Südlich der Sierra Nevada erstreckt sich die sogenannte Costa Tropical. Dieser, durch das Gebirge geschützte Küstenabschnitt, erhielt diesen passenden Namen für sein sehr mildes Mikroklima, welches den Anbau von Südfrüchten und teilweise sogar Tropenfrüchten ermöglicht.

 

 


Des Weiteren ist die Sierra Nevada auch ein lebenswichtiger Wasserlieferant in der Region. So versorgt das Schmelzwasser der Berge die Städte Granada und Almeria mit Trinkwasser. Die riesigen Gewächshäuser, in denen Gemüse und andere Früchte kommerziell angebaut und gezüchtet werden, werden ebenfalls durch das aus den Bergen stammende Wasser versorgt.

 

Neben der mit dem Obst- und Gemüseanbau verbundenen Industrie hat sich an den Südhängen der Sierra Nevada die Getränkeindustrie angesiedelt. Unzählige Liter des klaren Schmelzwassers werden zu Mineralwasser und anderen Getränken verarbeitet.


Die Sierra Nevada ist aber vor allem für zahlreiche Touristen aus aller Welt ein sehr beliebtes Reiseziel. So sind etwa 86.000 Hektar des zentralen Gebirges Nationalpark. Dort können viele seltene Tier- und Pflanzenarten noch beobachtet werden und lassen so das Herz eines Naturfreundes höher schlagen.


Der Nationalpark und auch die übrige Sierra Nevada sind touristisch erschlossen und viele Wanderwege führen durch das Gebirge.
Zudem ist dieser Gebirgszug auch ein sehr beliebtes Skigebiet.

 

 


Kulturell ist neben der Stadt Almeria mit seiner aus maurischer Zeit stammenden Festung, der großen Kathedrale und den eleganten Palmenalleen, vor allem Granada ein lohnenswertes Ziel.

 

Diese direkt am Fuße der Sierra Nevada liegende Stadt, besitzt mit der weltberühmten Alhambra /ehem. Maurische Herrscherburg), dem sogenannten Albaicin (ehem. Arabisches Stadtviertel), sowie den Palast des spanischen Königs Karl V., beeindruckende Bauwerke islamischer und christlicher Architektur. Da Granada im Zuge der Reconquisita als letzte Stadt erst im Jahre 1492 erobert wurde, blieben dort die meisten Gebäude im arabisch-maurischen Baustil ganz oder in Resten erhalten. Die Alhambra ist zudem UNESCO-Weltkulturerbe.

 







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