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Stadt Ceuta und Melilla
Die beiden spanischen Städte Ceuta und Melilla liegen nicht auf der Iberischen Halbinsel. Sondern viel mehr liegen sie als spanische Enklaven auf dem afrikanischen Kontinent.
Daher sind die beiden spanischen Außenposten, schon seit einigen Jahren Streitpunkt, zwischen der marokkanischen und der spanischen Regierung. Da Marokko die Gebiete für sich beansprucht und Spanien nicht bereit ist, diese beiden Enklaven abzutreten.
Vor allem die strategische Lage an der Straße von Gibraltar, wird auch in Zukunft dafür sorgen, dass sich die spanische Meinung gegenüber einer Dekolonisierung nicht durchsetzen wird.
Ein weiteres Problem der beiden Enklaven ist die hohe Anzahl an afrikanischen Flüchtlingen, die versuchen über die stark befestigten Grenzanlagen zu gelangen, um politisches Asyl in Spanien beantragen zu können. Daher haben sich die Grenzen in den letzten Jahren zu wahren Bollwerken entwickelt, die mit allerlei Hightech den Übergang zumindest sehr erschwert haben. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser schwellende Konflikt zwischen den Staaten Spanien und Marokko, in den nächsten Jahren entwickeln wird.
Die autonome Stadt Melilla wird zur Zeit von etwa 65.000 Menschen bewohnt, die zu großen Teilen spanischen Ursprungs sind. Wirtschaftlich spielt vor allem der Handel mit dem spanischen Mutterland, sowie Schiffbau und Fischfang die wichtigsten Rolle. Die spanische Zugehörigkeit beruht, auf eine Eroberung der Spanier aus dem Jahr 1497.
Zwar gehört Melilla sicherlich nicht zu den bekanntesten touristischen Zielen, trotzdem lässt sich dort doch so manches entdecken. Die Mixtur aus afrikanischen und europäischen Einflüssen, wird ihnen während eines Aufenthaltes unvergessliche Erinnerungen bescheren. Freunde von schöner Architektur, werden ihre Freude an den vielen Jugendstil und Art deco Häusern haben, die sich im gesamten Stadtgebiet wiederfinden.
Die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und vielen kleinen Geschäften, lädt zu ausgedehnten Shoppingtouren ein. Eine positive Überraschung sind die sauberen Sandstrände von Melilla, durch den geringen Tourismus, hat man hier genug Platz, um sich entsprechend ausdehnen zu können.
In den Nachtstunden laden zahlreiche Bars, Clubs und urige Kneipen zur Geselligkeit ein. Zu den kulinarischen Spezialitäten von Melilla gehören vor allem Tapas und Pinchitos, die mit afrikanischen Gewürzen aufpeppt sind. Den Kuskus sollten sie unbedingt probieren und typisch für den afrikanischen Kontinent, dazu einen Minzetee genießen.
Direkt an der Straße von Gibraltar, liegt die zweite spanische Enklave auf dem afrikanischen Kontinent. Ceuta erstreckt sich über eine Fläche von 19 km² und wird von 75.000 zumeinst spanischstämmigen Einwohnern bewohnt. Sehenswürdigkeiten die in Ceuta unbedingt besucht werden sollten, sind die vielen Kirchen im Stadtbild, welche zum Teil mehrere hundert Jahre alt sind.
Im Hafen von Ceuta finden sich zahlreiche kleine Tapasbars und Restaurants, in denen sie fangfrischen Fisch verzehren können. Nicht weniger als neun Museum warten darauf von ihnen besucht zu werden. Zu empfehlen sind das archäologische Museum mit zahlreichen römischen Artefakten und das Seefahrtsmuseum, mit einer Ausstellung über Seeräuber des Mittelalters. Ähnlich wie auf der Iberischen Halbinsel, finden in Ceuta zahlreiche festliche Aktivitäten statt, vor allem der Ceuta Tag und der Karneval sind ein wahres Erlebnis.
Ceuta und Melilla eignen sich hervorragend als Ausgangspunkt, für Expeditionen in das Innere des afrikanischen Kontinents. So werden Jeeptouren in die Sahara angeboten, oder der Besuch der umliegenden marokkanischen Städte.
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